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 Betreff des Beitrags: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Di 13.10.2009 3:21 
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Flight Captain

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So, das ist also die Abteilung für Flugberichte und Platz-Vorstellungen im Rahmen des Dragonflight-Staffelflugs in den wilden Osten.

Leg 1 geht von München (EDDM) nach Stankov (LKSA) in Tschechien.

Ei kurzer, ereignisloser Nachtflug. Das Foto vom Flugplatz in Stankov habe ich Euch nochmal im Tageslicht aufgenommen, des Nachts sieht man dort nämlich nicht mal, dass die Katzen grau sind.

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Den niedlichen Paltz inklusive Graspiste gibts übrigens hier: http://www.flightsim.cz/fsitem.php?act=exe&id=484&lan=1&menu=1

(Auf flightsim.cz gibts nen Haufen prima Plätze für Tschechien und die Slowakei.)

Nächste Frage: Wer fliegt die Kiste weiter?


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Di 13.10.2009 9:54 
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Flight Captain

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Hallo Doc, danke für den Job, macht wirklich Spass. Zum Eingewöhnen an die Instrumente bin ich nur nach dem GBS und offline geflogen. Wirklich ein Schatz die kleine Kiste.

Start war natürlich in Stankov/LKSA :wink:

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Es war ein recht turbulenter Flug mit klarem, kaltem Wetter und Böen bis 30 kt. Es ist eine der kältesten Gegenden in Tchechien, eine warme Mütze ist da schon angeraten :lol:

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Unter mir die Moldau

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Reif liegt schon auf den Feldern und es wird langsam Winter

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Anflug zum Besichtigen der Bahn

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Flugplatz Vysoke Myto/LKVM

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Hoffe, die Bilder machen ein wenig Spaß. Freu mich schon auf den nächsten Leg. Der nächste bitte.

Logbucheintrag folgt.

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Gruß Jürgen
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: So 18.10.2009 5:06 
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Leg 3 - Vysoke Myto LKVM ./. Ivano-Frankivs'k UKLI, Ukraine

"Wo wollen Sie hin?" fragte mich die nette Dame am Fahrkartenschalter im Hauptbahnhof München. Jawohl: Bahnhof ... ihr glaubt doch nicht dass nach ...
"Vysote Myto - und von wollen kann keine Rede sein.
Was? Nein, ich weiß zum Teufel nicht wie man das ausspricht, ich muss da aber trotzdem hin!"
... dass nach Vysote Myto am Wochenende ein Flug geht?
Also Zug fahren und dann, etliche Stunden später mit dem Bus ... jawohl mit dem Bus, ihr habt richtig gehört zum Flugplatz. Und das mir.
Die Reisetasche über der Schulter stehe ich dann an der Rückseite einiger Schuppen und rauche vorsichtshalber noch eine, ehe ich das Flugplatzgelände betrete. Man weiß ja nie, was denen so einfällt. Es ist Samstag Nachmittag und weit und breit kein Mensch. Ich sehe hinüber zum Tower, zucke mit den Schultern und mache mich auf die Suche.
Joe hat mir ja beschrieben wo sie stehen sollte, aber da war nix. Haben sie wohl verschoben.
Nuja ...
Bald sehe ich das weiße Heck mit unserem Drachen und dann stehe ich davor.
Unsere neue Taube ...

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Ich klopfe energisch an der Tür des Schuppens und teste dann ob zufällig vielleicht offen ist aber auch hier tut sich zunächst wenig. dann höre ich aber einen Zweitaktmotor näher kommen und bald biegt ein Mofa ums Eck und ein beleibter Herr steigt ab.
"Dragonflight?" fragt er knapp und schließt die Tür auf.
"Ja oder yes oder 'da'" ganz wie sie möchten"
"Komm" sagt er und öffnet die Tür.
Ich folge ihm und meine Laune hebt sich plötzlich gewaltig, denn der Duft frischen Kaffees steigt in meine Nase.
Gleich darauf halte ich eine große Tasse mit beiden Händen und genieße die Wärme, die diese abstrahlt.
Der Mann legt mir einige Zettel, offensichtlich Abrechnungen hin und ich bezahle. Ist zwar alles tschechisch, aber der Betrag sieht für die Abfertigung sehr vernünftig aus. Vielleicht werde ich gerade über den Tisch gezogen aber wenn es denn so ist ... C'est la vie, wäre nicht das erste mal.
"Nice bird you have" sagt der Mann, packt alles inklusive des Geldes wieder in die Schublade und schüttelt mir die Hand.
Er hält die Sache wohl für beendet und geht zur Tür. Ich folge ihm. Dann zeige ich auf die noch halbvolle Tasse in meiner Hand.
"Leave it at window when finish."
Ich nicke. Er sperrt zu, schwingt sich aufs Mofa und verschwindet wieder. Ich sehe ihm eine Weile nach und nehme dann den Kaffee mit auf dem Walkaround.

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Immerhin sind keine größeren Öllachen zu finden und die wesentlichen Teile scheinen nicht sofort abfallen zu wollen.
Das immerhin ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.
Allerdings hat der Lackierer etwas schlampig gearbeitet. Da muss ich wohl noch mal bei.
Wie vereinbart stelle ich die leere Kaffeetasse aufs Fensterbrett ehe ich einsteige.

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Drinnen muss ich erst mal lachen. Na wenn das mal nicht die richtige Atmosphäre für Russland ist. Vielleicht sollte ich mir ein paar Hühner und Großmütter ausleihen um die Sache zu vervollständigen?

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Dann gehts los. wie gelernt fahre ich die Taube hoch, bis die Funkgeräre betriebsbereit sind, dann switche ich auf die Towerfrequenz.
"Vyso ... Vys ... Lima Kilo Victor Mike Tower, Dragonflight Zero Four Two, Good day?"
...
"Vysoksche Tower for Dragonflight Zero Four Two?"
...
Nichts. Den Flugplan habe ich per Fax aufgegeben, die Zeit stimmt. Hmmm was tun?

"Vyso Tower, Dragonflight Zero Four Two, Good day?"
Knistern im Headset
"Co je? Whatta?"
"This is the Dragonflight 042 standing by"
"Dragon ... Chápu nic .. whatta?"
"Ah is this Lima Kilo Victor Mike Tower?"
"Nix Tower, Zde je Branko, Branko Plisicz. Sobota je uzavřen. Samstag nix Tower. If fly, fly nix warten auf Tower. Musíte počkat do pondělí. Montag Tower"
"Ich kann einfach starten?"
"No Problem"

Das ist allerdings international. Ich überlege ...
Na ja was soll schon passieren wenn Branko sein okay gibt?
Ich starte die beiden Gipsy Queen Sechszylinder und rolle zur Bahn.
Nun noch mal gründlich die Checkliste durchgehen, einen ordentlichen Runup und zurück in den Leerlauf.
Ich atme einma tief durch. Lang ist die Bahn wirklich nicht. Nun zeig was du kannst, Täubchen!

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Na also, geht doch. Braver Vogel!

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So, nun alles soweit runterfahren, bis die zwei Queens so klingen als täte ihnen nichts weh und wir sind unterwegs.
Ich sehe mich noch mal um und der Blick nach hinten sag mir dass ich mir ohne schlechtes Gewissen eine anstecken kann.

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Was dann auf mich zukommt ist allerdings weniger lustig. Was soll das denn?

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Aber bald sind wir durch die Wolken durch und ich kann mich gemütlich zurücklehnen und den Autopiloten seine Arbeit tun lassen ...

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... oder vielleicht doch nicht?

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Bockig ist's Gut das keine Paxe mit sind. Das hieße bei den Böen mit Sicherheit Kabine putzen. So muss ich mich nur vorsichtshalber anschnallen um mir nicht vielleicht doch die Rübe anzuhauen.

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Bratislava Center hat mich schon vorgewarnt dass auch in der Ukraine nicht alles zum Besten steht mit dem Wetter aber eigentlich ist es harmlos: nie richtig gut aber auch nie richtig schlecht. Was solls, immerhin bin ich Drache, also durch!

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Knapp zwei Stunden später im Anflug auf Ivano. Alles kein Problem.

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Eigenartig fliegt sie sich im Final. ein bißchen gewöhnungsbedürftig.

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Das da hinen dachte ich sei irgendws besonderes, ich habe aber nix gefunden - es scheint einfach nur so ne Kirche zu sein. No ja ...

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Und wenn jemand wissen will, warum die Frames etwas in den Keller gehen: das Radarzeugs da bewegt sich alles - und davon gibts mehrere.

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Der Neubau des Terminalgebäudes: formschön, elegant, stilsicher ...

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Dann lieber in die Ecke zu den Gewächshäusern!

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P.S.
und damit ihr euch nicht mit avsim.ru rumschlagen müsst habe ich die Szenerie temporär bei uns hochgeladen:
http://www.dragonflight-va.de/download/ ... 9_UKLI.zip

P.P.S.
die tschechischen Übersetzungen entstanden mit freundlicher Unterstützung von babylon.com - ich würde nicht darauf wetten, dass das zu 100% korrekt ist.

P.P.P.S.
Ich hab noch ein paar kleinere Korrekturen an der Livery vorgenommen. Angesichts der Uhrzeit lade ich die jetzt aber nicht mehr hoch. Das mache ich dann morgen.

_________________
Grüße Markus
DGF042
(weil ich's in den Beiträgen immer vergesse)
Cockpit TV


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: So 18.10.2009 11:06 
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Flight Captain

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Hallo Marcus, danke für die Geschichte, du bist wieder in deinem Element. :lol:

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Gruß Jürgen
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: So 18.10.2009 18:45 
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Flight Captain

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Momentan auch wenig Zeit zum Fliegen. Sohn zieht um. Daher wieder nur ein kurzer Leg.

Start in Ivano bei schönem aber kaltem Wetter. Eigentlich wollte ich Richtung Karpaten, doch war wieder spät dran. Bei Dunkelheit in den Bergen, ne lieber nicht. Rechts von mir liegen die Karpaten.
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Landung in LUKK
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Im Laderaum liegt jetzt ein Klapprad für besondere Vorkommnisse. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: So 18.10.2009 19:17 
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Flight Captain

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Zitat:
Im Laderaum liegt jetzt ein Klapprad für besondere Vorkommnisse


LOL, wie geil :lol: Kann man das mit dem Fallschirm abwerfen?

Gruß
Boris


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Di 20.10.2009 1:42 
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Flight Captain

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So, von Chisinau gehts weiter nach Kirowohrad (UKKG) in der Ukraine - ein alter Soviet-Militärflugplatz, der anscheinend ganz schön groß ist. Ansonsten war in der Dunkelheit nicht viel zu erkennen. Nehme statt Kaffe nen Wodka und gehe schlafen...


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Ahja, windig wars...

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Als ich das sah, war ich gany froh unterwegs zu sein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Do 22.10.2009 22:10 
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Flight Captain

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Im FSX wirds langsam eng mit den Addons, aber dafür schreib ich euch eine kleine Geschichte.

Da stand ich nun am Busbahnhof in Donets'k. Ja das Faltrad wär jetzt nicht schlecht. Es war 5 Uhr morgens, also machte ich mich auf den Weg. Ich war so 500m gelaufen, als ein alter Lada neben mir hielt. 2 junge Kerle sasen drin. Beide hatten die ganze Nacht am Flugfeld verbracht um mich ja nicht zu verpassen. Was war los? Es hatte schnell die Runde gemacht das eine alte Dove von Dragonflight tags zuvor gelandet war.

Ruslan und Dimitri hiesen die beiden. Ruslan war Ukrainer und Maschinenbau-Insch, Dimitri war Russe aus Leshunkonskoe und hier in der Stadt als Englischlehrer tätig. Ruslan hatte Probleme in der Familie, sein Vater war krank und er bräuchte dringend Medikamente. Wohin ich den flöge, etwa nach Volgograd?
Volgograd, ok, liegt auf meinem Weg. So fuhren wir zum Flugplatz, wo ich die Dove schon von weitem sah. Es war ein schöner Tag und die Sonne ging grad auf. Eine Hand voll Menschen hatte sich um die Dove versammelt. Dachte schon es gäbe Probleme, aber nichts dergleichen, es war Liebe zu altem Fluggerät. Ich inspizierte kurz die Maschine als Ruslan bemerkte, sie hätten noch ein wenig Gepäck dabei. Ich ging ums Flugzeug und was stand da? Ihr werdet es nicht glauben, 2 orginal Dnepr.
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Was die sollen mit? Ja, sie wollten die Maschinen in Volgograd verkaufen und dafür Medikamente besorgen. Ok, Sitze aus den Halterungen, Beiwagen abgeschraubt und es ging wirklich ohne Probleme.

Wir waren startfertig.
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Die Dove hob ab wie ein Täubchen
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Der Flug verging schnell, beide hatten viel zu erzählen. Dimitri erzählte von seiner Zeit beim Militär. Er war bei den Fallschirmspringern. Eines Tages starteten sie zu einem Übungsflug. Sie benutzten hauptsächlich eine Iljushin14. Sie waren alle im Flugzeug und jeder hatte seinen Fallschirm um. Das Flugzeug startete mit Getöse und alles fibrierte. Als sie in der Luft waren, bemerkten sie die Nieten am Rumpf, die sich alle drehten, :roll: , daraufhin wurde jedem eine extra Runde Wodka ausgeschenkt(die Geschichte ist war). Sie überstanden aber den Flug ohne weitere Vorkommnisse.

Weites Land
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Überflug der Wolga kurz vor dem Luftraum Volgograd
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Flughafen Volgograd
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Es war ein herzlicher Abschied von den Beiden. Apropo, auf der Rückbank liegt eine Flasche Selbstgebrannter.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Mi 28.10.2009 19:29 
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Flight Captain

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Volgograd nach Saratov. In der Dove riecht es merkwürdig nach Zweitakt-Gemisch. Dafür liegt eine verdächtige Flasche im Cockpit. Nach meiner Einschätzung hilft das Zeug in fast allen Lebenslagen - Desinfektion offener Wunden, Weltschmerz im Allgemeinen, Erlangen von Überfluggenehmigungen, falsche Berechnung der treibstoffmenge... Ich lasse lieber die Finger davon. Vorerst.

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Allein der Platz in sratov ist übrigens schon genug Grund, die nächste Etappe fliegen zu wollen. Deswegen auch noch ein Bonus-Bild bei Tageslicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Fr 30.10.2009 16:19 
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Flight Captain

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Start in Uralsk, keine Menschenseele am Platz. Kurs 96 eingedreht. VOR von Aktyubinsk eingegeben. Klarer Himmel, 15 ° Temperatur. Die 6 Zylinder laufen gut. Nach 40 Meilen VOR aufgenommen. 300 Meilen Steppe liegen vor mir. Hie und da ein paar Häuser, sonst nichts. 50 Meilen vor Aktyubinsk empfang des NBS's von Orsk/UWOR. Wieder allein am Platz, keine schönen Mädchen. Apropo, zwei 20l Blechkanister mit Sprit in Laderaum gepackt, man weis ja nie :lol:

Überflug von Aktyubinsk
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Anflug auf Orsk
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Fr 30.10.2009 17:58 
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Flight Captain
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Habe mir auch einen Leg vorgenommen von UWSS - UAAR.
Tja, wollte euch auch einiges an Fotos zeigen, nur hmmm.... meine Foto-Taste war nicht aktiviert :oops:
Kann euch deshlab keine Leg-Bilder bieten.
Deshalb habe ich meinen vollen Picknikkorb (ist eher eine kleine Palette mit so ca.250kg) im Laderaum gelassen, damit ihr auf den nächsten Legs nicht verhungert.

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Mike
DGF4060
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Mi 11.11.2009 5:56 
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Flight Captain

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Stehe jetzt hier am Tsentralny Airport in Omsk. Die Dämmerung bricht schon herein und.......es schneit. Dicke Flocken fallen vom Himmel, Temeratur -11°. Brrr..... . Habe 2 Kannen Kaffee mitgebracht und werde wohl auch die Palette Picknick plündern.
Die Dove steht gleich ums Eck, hoffentlich springen die 6-Zylinder an? Kein Mensch am Platz, na ja wer ist bei dem Wetter auch noch freiwillig unterwegs.

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Stieg dann gleich auf FL100, will aus dem Wetter raus. Doch schon 50 Meilen später siehts schon anders aus, sternenklarer Himmel, Mogolei du kannst kommen.

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Irkutsk, Kamtchatsky, Magadan, Ulaangom, welch Namen.....wie aus "Tausend und Einer Nacht"
Ja, jetzt sind wir angekommen im Wilden Osten........

Ulaangom, Höhe 3121 Fuss, 1 NBD sonst nix, Landepiste plattgewalzt. 30 Gallonen noch im Tank.

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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: So 24.01.2010 0:56 
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Flight Captain

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Beiträge: 261
Telegram aus Bejing:

Dove in Mongolei festgefroren. Spritversorgung nach Osten nicht sicher. Drehe ab nach Süden/China. Klapprad und Schnaps noch da. Fresspalette-Picknickkörpchen gefroren. Wenig Bilder, alles gefrorene Steinwüste.

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erste Berge
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Beijing im Smog
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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Mi 10.03.2010 21:17 
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Flight Captain

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Beiträge: 189
Wohnort: Berlin-Lichterfelde
Ich bin fix und fertig als ich endlich in Peking ankomme. Diese stand-by-Fliegerei ist echt nichts mehr für mich. Wie auch immer - mein wohlverdientes Ankunftsbier muss warten, bis ich das Täubchen gefunden habe.

Irgendeinem unterbeschäftigten Chinesen muss aufgefallen sein, dass dieses komische alte Flugzeug aus Deutschland nicht nur seit gefühlten Jahre rumsteht, sondern auch noch einen zunehmend penetranten Gestank verbreitet.

Jedenfalls ist der Halter des Flugzeugs freundlich darum gebeten worden, die Situation aufzuklären und in jedem Falle dem gestank ein ende zu bereiten, weil dieser nach und nach den gesamten GA-Bereich des Flughafens einnebele.

Ich bekam also einen Anruf, in dem mich ein junger, mir unbekannter, Mann, der offenbar in Augsburg für Dragonflight arbeitet, darum bat, nach Peking zu fliegen, die bereits beschriebene Situation aufzuklären, den bereits beschriebenen Gestank zu beseitigen und das Flugzeug zum Wartungspartner nach Komatsu zu bringen.

Ich überlege gerade, wie ich mich am einfachsten zum GA-Terminak durchschlage - das alles mutet recht unübersichtlich an, hier - da erblicke ich zwei freundlich lächelnde uniformierte Herren mit einem Schild vor der Brust, auf dem in großen Druckbuchstaben "DRAGONFLIGHT" geschrieben steht. Man scheint mich zu erwarten. Höflich aber wortlos bedeuten mir die beiden, ihnen zu folgen. Wir durchqueren diverse Flure und steigen mehrere Treppen hinab, was uns schlussendlich zu einem auf dem Vorfeld stehenden Kleinwagen führt, in dessen Fond ich Platz nehmen darf.
Wir sind nicht unter zehn Minuten unterwegs als ich vom Auto aus in der Ferne unsere Dove erblicke. Ein paar Meter weiter scheint sich eine Gruppe von Menschen aufzuhalten.

Am Flugzeug angekommen stellt sich heraus, dass die Gruppe von sicher zwöl Männern in Anzügen und Uniformen tatsächlich einen respektvollen Abstand zum Täubchen einhält, was ich unmittelbar nach meinem Aussteigen nachvollziehen kann. Entweder das Flugzeug selber oder etwas darin stinkt nach Tod. Oder noch schlimmer.
Ich versuche, mir nichts anmerken zu lassen, marschiere freundlich nickend, aber zielstrebig an den Herren vorbei in Richtung Flugzeug. Mir ist schlecht, trotzdem hole ich noch einmal tief Luft, weil ich weiß, dass ich diese gleich brauchen werde, wenn ich die Tür der Dove öffne.

Ich tue es. MIt allem habe ich gerechnet. Aber da ist nichts. Außer einem rostigen Klapprad und einem Picknickkorb befindet sich nichts in der Dove. Nicht mal der ganze Müll, den Drachenflieger (DGF184 eingeschlossen) üblicherweise in den Maschinen hinterlassen.

Ich will den die Tür gerade wieder schließen, weil mir die Atemluft auszugehen droht, als mir plötzlich alles klar wird - der Korb. Wenn die Dove seit Januar hier steht, dann war der Inhalt des Picknickkorbes damals noch eine gutgemeinte und freundliche - weil tiefgefrorene - Hinterlassenschaft für den nächsten Piloten. Jetzt, Mitte März hingegen, im Pekinger vor-Frühling bei 14°C, naja...

Ich erkläre dem einzigen Englisch sprechenden Anzugträger die Lage und äußere meinen Verdacht und dass ich für die sofortige Entsorgung des Korbes plädiere, ohne vorher den Inhalt zu überprüfen. Ob er mir zustimmt, verstehe ich nicht. Aber er nimmt den Korb widerstandslos entgegen, um ihn schnell einem seiner Mitarbeiter anzuvertrauen.

Nachdem ich verschiedene Unterschriften geleistet und Rechnungen beglichen habe, verabschieden sich die letzten Amtsträger von mir, und das einzige Problem, das ich noch zu lösen habe ist, wei ich den Gestank aus dem Flugzeug kriege, damit ich damit nach Japan fliegen kann.

Nach mehreren Zigaretten in der Pekinger Frühlingssonne, die mich durch Smog-Wolken hindurch im Gesicht kitzelt, ringe ich mich zur einzigen Lösung durch, die mir einfällt. Abwarten. Ich sorgfe für Luftzug in der Taube und beschließe, in Peking zu warten, bis der Rauch einer einzigen "Hongtashan"- Zigarette ausreicht, um den Rest-gestank zu überdecken.

Nach zwei tagen ist es soweit. Ich mache mich auf den Weg nach Incheon, meinem Fuel-Stopover auf dem Weg nach Komatsu.



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gut gelüftetes Täubchen vor chinesischem Plattenbau

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puh. doch richtig.

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Landen klappt noch.

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Bisschen übertrieben, oder?


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 Betreff des Beitrags: Re: Mit dem Täubchen nach Osten
BeitragVerfasst: Do 11.03.2010 1:01 
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Flight Captain

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Beiträge: 261
Hallo Doc, schön das du wieder fliegst.

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